CGB kritisiert: IG-Metall geht auf Distanz zur Zeitarbeit
04. Januar 2007 12:02 Uhr | Christliche Gewerkschaften
Absetzbewegung in der Zeitarbeit
Duisburg - Der stellvertretende Vorsitzende der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit und PSA (CGZP) des Christlichen Gewerkschaftsbundes, Detlef Lutz, kritisiert die deutlichen Absetzbewegungen der IG-Metall zum Thema Zeitarbeit in Deutschland und in NRW.
NET-TRIBUNE.DE
This domain name is not available for registration
Contact the current owner of this domain
Lutz sagte dazu in Duisburg: „Nachdem es der IG-Metall nicht gelungen ist, ihre deutlichen Mitgliederverluste durch zunächst verstärktes Engagement in der Zeitarbeitsbranche aufzufangen, setzt sie sich nunmehr öffentlich von der Zeitarbeit ab. Anders kann man die Äußerungen des Chefs der IG-Metall in NRW, Wetzel, nicht bewerten.
Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte die IG-Metall ihre Betriebsräte angewiesen, sich verstärkt um die Zeitarbeitsbeschäftigten in den Betrieben zu kümmern, heute wirft Wetzel diesen einen Verdrängungsprozeß zu Lasten der Stammbelegschaften vor. Dies zeigt, dass die IG-Metall auch nicht hinter den eigenen, von ihr im Rahmen des DGB zunächst mitgetragenen Tarifverträgen mit der Zeitarbeit stehen will.
Damit werden die Beschäftigten einer wachsenden Branche von der IG-Metall im Stich gelassen!“
Lutz erinnerte daran, dass es zunächst die Christlichen Gewerkschaften waren, welche in der Zeitarbeitsbranche die ersten Flächentarifverträge vereinbarten. Diese Tarifverträge erreichen einen hohen Anwendungsgrad in der gesamten Branche. Danach kamen IG-Metall und DGB und sprangen auf den Zug auf. Bis heute sprach die IG-Metall dabei allerdings von der „Leiharbeit“ und dem „Leiharbeitnehmer“.
IG-Metall-Betriebsräte wurden angewiesen, ihre Zustimmung zum Einsatz von Zeitarbeitsunternehmen nur denjenigen zu erteilen, welche unter den Anwendungsbereich der DGB-Tarifverträge fielen.
Die Zeitarbeit boomt. Für die Christlichen Gewerkschaften steht fest, dass der Arbeitsmarkt die Zeitarbeit braucht. Die Quote der Beschäftigten, welche aus einem Zeitarbeitsunternehmen in ein Kundenunternehmen und damit in einen festen Arbeitsplatz wechseln, beträgt zwischen 20 und 30 Prozent und liegt damit über der Vermittlungsquote der Arbeitsagenturen.
Bei der Zeitarbeit handelt es sich um eine Branche, in der das deutsche Arbeitsrecht ebenso gilt, wie in allen anderen Branchen auch. Informationen, Zeitarbeiter blieben ohne jeglichen Schutz gegen Kündigung oder ähnliches, sind falsch!
„Wir wissen, dass wir noch einen langen Weg zu gehen haben, um die Entgeltstrukturen in einem Teil der Zeitarbeit nach oben zu verändern,“ sagte Lutz, „wenn die IG-Metall nunmehr aussteigen will, dann schaffen wir dies auch ohne sie. Viel hat sie sowieso nicht bewegt, außer großspuriger Polemik und dann ab in den Schmollwinkel!“
Presse-Kontakt:
Christliche Gewerkschaften
Detlef Lutz
47249 Duisburg
Fon 0203/23447
Fax 287644
Mail D.Lutz@cgb.info
Hinweis:Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.
NET-TRIBUNE.DE
This domain name is not available for registration