Zum Muttertag gratuliert die Aktionsgemeinschaft Artenschutz den Gepardenmüttern
Korntal-Münchingen - Anlässlich des Muttertages möchte die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. auch die oft beeindruckende und teilweise sehr aufopferungsvolle Leistung der Mütter im Tierreich würdigen. Unermüdlich und fürsorglich können beispielsweise Gepardenmütter sein, doch nicht immer ist die Aufzucht der Jungtiere gefahrlos möglich.
So ist beispielsweise die Aufzucht von Gepardenjungen kein leichtes Unterfangen. Als alleinerziehende Mutter kümmert sich das Gepardenweibchen unermüdlich um ihren Nachwuchs. Etwa 18 Monate lang versorgt sie ihre Jungen mit Nahrung und beschützt sie vor Feinden. Und natürlich übernimmt sie auch die Erziehung ihrer Kleinen und bringt ihnen alles Notwendige für ein selbständiges Leben bei. Ihre Jungen müssen das Jagen lernen, sie müssen sich verstecken und anschleichen können. “Natürlich müssen sie auch schnell rennen können,” ergänzt Brigitte Peter, Geschäftsführerin der AGA, “denn hier geht es nicht nur darum, den guten Ruf als schnellstes Landsäugetier zu verteidigen, sondern hauptsächlich um die Fähigkeit, sich selbst versorgen zu können.” Aber natürlich gehört auch das Kuscheln, die ausgiebige Fellpflege und ausgelassenes Spielen zu einer solchen Gepardenfamilie. Und das tiefe, durchdringende Schnurren der Junggeparde ist sicher ein schönes Danke an ihre Mutter.
Aber als wäre die Aufgabe als alleinerziehende Mutter noch nicht genug, so stehen die Gepardenmütter vor großen und gefahrvollen Problemen. Denn der größte Teil der Geparde in Namibia lebt außerhalb der schützenden Nationalparkgrenzen, auf Farmland, das zur Viehhaltung genutzt wird. Dort gibt es für sie Wildtiere im Überfluss, aber die Farmer sehen in ihnen eine Bedrohung ihrer Viehherden. Sie jagen die Geparde. Sie stellen Fallen auf und töten sie. Immer wieder werden auch Gepardenmütter Opfer der Fallen, doch ohne ihre Mütter sind die Gepardenjunge hilflos und haben in freier Wildbahn keine Überlebenschance. “Die Gepardenmütter verdienen nicht nur Anerkennung, sondern brauchen auch Unterstützung bei ihrer wichtigen Aufgabe” stellt Peter fest. Aus diesem Grund setzt sich die AGA in Namibia für die Lösung des bestehenden Mensch-Wildtierkonfliktes ein, beispielsweise durch die Entwicklung von “Geparden-freundlichen” Methoden in der Viehhaltung.
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