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Der CGB in NRW zum Streik der GDL
08. Oktober 2007 11:19 Uhr | Christlicher Gewerkschaftsbund in NRW




Duisburg - Zum Streik der GDL erklärt der Christliche Gewerkschaftsbund (CGB) in NRW: In der veröffentlichten Meinung wurden bisher kaum die Machtstrukturen der Gewerkschaften, die gesetzlichen Grundlagen, das Recht auf Koalitionsfreiheit beleuchtet. Der DGB und seine Gewerkschaften vertreten die Auffassung, es dürfe nur eine Gewerkschaft geben. Dementsprechend werden alle Nicht-DGB-Gewerkschaften z.T. bis aufs Messer bekämpft. Dazu gehören Prozesse, Wahlmanipulationen usw..

Der Gesetzgeber wiederum hat dem DGB rechtliche Instrumente an die Hand gegeben, alle Konkurrenten juristisch auszuschalten. Denn: Die größere Gewerkschaft kann einfach behaupten, die kleinere Organisation (der Konkurrent) sei nicht tariffähig. Mit dieser Begründung kann dann die kleinere Organisation mit juristischen Mitteln bekämpft werden. Wenn dies in der Wirtschaft so praktiziert würde, bedeutete das: Aldi kann ein kleines Lebensmittelgeschäft mit der Behauptung, dieses sei nicht leistungsfähig, mit juristischen Mitteln schließen lassen.

Eines von vielen Beispielen ist der Kampf der IG Metall gegen die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM), der CGM sollte die Gewerkschaftseigenschaft aberkannt werden. Nach 10-jähriger juristischer Auseinandersetzung obsiegte allerdings die CGM. Da die DGB-Gewerkschaften z.T, einen totalitären Führungsanspruch stellen, geben sie kleineren, oft sehr schlagkräftigen Organisationen keine Gelegenheit zur Einflussnahme auf das Tarifgeschehen. Hinzu kommt, dass DGB-Großorganisationen natürlich schauen, wo ihre Mitgliederstärke in einem Tarifbereich liegt, und eben diesen Bereichen widmen sie dann bei Tarifverhandlungen „besondere Aufmerksamkeit“.

Diese Haltung kann durchaus dazu geführt haben, dass die Lokführer in der Vergangenheit den ihnen gebührenden Stand in der Lohnskala nicht erhalten haben. Der Anspruch der Lokomotivführer, eine eigene Gewerkschaft zu bilden, ist sicherlich unbestritten. Als Gewerkschaft überleben kann die GdL auf Grund des Machtanspruches der DGB-Gewerkschaft und der Rechtslage, die diesen Gewerkschaften weitestgehend entgegenkommt, nur mit eigenen Tarifverträgen – andernfalls kommt sie in Gefahr, von einer DGB-Gewerkschaft juristisch „vom Markt“ gedrängt zu werden. Diese Haltung der DGB-Gewerkschaften hat sicherlich wesentlich dazu beigetragen, dass Spartentarifverträge im Vormarsch sind. Keiner weiß, wie sich die Tariflandschaft dadurch ändert. Die Gefahr, egoistische Spartenbelange durchzusetzen wächst. Den Arbeitnehmern insgesamt und auch der Wirtschaft kann großer Schaden zugefügt werden.


Presse-Kontakt:

CGB
Horst Lipperheide
Obere Kaiserswerther Straße 56
47249 Duisburg
Fon 0203/23447




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