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Rückschritt der Behörden gefährdet Meeresschildkröten in Anamur
09. Juni 2009 12:49 Uhr | Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V.


Eiablage der bedrohten Meeresschildkröten beginnt ohne Schutzmaßnahmen

Korntal-Münchingen - Die ersten Meeresschildkröten haben mit der Eiablage an einem der wichtigsten Niststrände im Mittelmeerraum, dem Strand von Anamur in der Türkei, begonnen. Im vergangenen Jahr konnten über 800 Nester am Strand geschützt werden. Doch in diesem Jahr verweigern die Behörden den Schutz der bedrohten Meereschildkröten.

Der Strand von Anamur könnte ein kleines Paradies für Meeresschildkröten sein. Jedes Jahr kommen die Weibchen der vom Aussterben bedrohten Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) an diesen Strand, um ihre Eier zu vergraben. Aber der Strand, die Meeresschildköten und ihre Nester sind akut bedroht. So werden beispielsweise Straßen und Teegärten am Strand gebaut. Die künstliche Beleuchtung und der Lärm verstören die Meeresschildkröten bei der Eiablage und bringen die geschlüpften Jungtiere von ihrem Weg zum Meer ab.

Aus diesem Grund hat die AGA in 2008 zusammen mit dem türkischen Naturschutz- und Tourismusverein Anamur (AÇED) und der Parkverwaltung der Provinz Mersin ein Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten am Niststrand von Anamur gestartet. Im Rahmen des Schutzprojektes wurden über 800 Nester kartiert und mit speziellen Käfigen geschützt. Der Schlupf der jungen Meeresschildkröten wurde von Schutzmaßnahmen begleitet.

Auch in diesem Jahr sollte das erfolgreiche Projekt fortgesetzt werden. Die Erteilung der erforderlichen Genehmigung für den aktiven Einsatz am Strand wurde von der Provinzbehörde und dem Umweltministerium allerdings an nicht zu akzeptierende Bedingungen, wie das Verbot der freien Berichterstattung und erheblicher Geldauflagen, geknüpft. „Über die Gründe für die Auflagen der Behörden können wir nur spekulieren“, erklärt Birgit Felgentreu, Projektleiterin der AGA, “aber es liegen beispielsweise Pläne vor, im Küstenbereich von Anamur Fischzuchten anzusiedeln.“
Dies hätte verheerende Folgen für die Meeresschildkröten und den Niststrand.

AGA und AÇED werden sich weiter für den Schutz der Meeresschildkröten und notfalls gegen die Ansiedlung von Fischzuchten einsetzen. „Wir lassen uns den Mund nicht verbieten“, betont Walter Helbling von AÇED. Auch wenn der aktive Einsatz am Strand verwehrt bleibt, sind zahlreiche Aktionen und Umweltbildungsmaßnahmen in Anamur geplant. „Wir werden uns auch in diesem Jahr zum Schutz der seltenen Meeresschildkröten in Anamur einsetzen, Missstände aufzeigen und den Schutz des Niststrandes bei den Behörden einfordern“, ergänzt Walter Helbling.



Presse-Kontakt:

Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V.
Action Campaign for Endangered Species (ACES)

Brigitte Peter
Tulpenstr. 1, D - 70825 Korntal-Münchingen
Tel: +49(0) 71 50 - 92 22 10 Fax: +49(0) 71 50 - 92 22 11
E-Mail: buero@aga-international.de
Internet:http://www.aga-international.de





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