Abzocke durch Heizkostenabrechner - Kein Muss! Es gibt Alternativen.
10. April 2007 06:30 Uhr | Delta-t Messdienst GmbH
Pegnitz - Wie allgemein bekannt, ist zum Missfallen des Bundeskartellamts (10. Beschlussabteilung, Beschluss B 10-74304-U-177/01) der lukrative Markt für Heiz- und Nebenkostenabrechnung zwischen einigen wenigen großen Abrechnungsfirmen aufgeteilt. So decken hier nach Angaben des Amtes allein die drei größten Abrechner im Bundesge-biet, regional etwas unterschiedlich vertreten, etwa 60 –90 % des Marktes ab. Kein Wunder, dass bei einer solchen Marktmacht die Preise relativ hoch bleiben.
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Besondere Brisanz gewinnt diese Situation durch einen Artikel der Financial Times Deutschland vom 30.03.2007, der unter der Überschrift „Ablesekonzern gibt Abzocke zu“ das faktisch bestehende Oligopol einiger weniger großer Abrechnungskonzerne aufdeckt, die nach den vorliegenden Informationen der FTD eine eindeutig kundenfeindliche Marktstruktur entwickelten (siehe http://www.ftd.de/ista). Auch Focus, Spiegel und viele andere große Publikationen in Deutschland befassen sich zwischenzeitlich mit diesem für die Verbraucher hochbrisantem Thema:
Nun ist es noch viel zu wenig bekannt, dass durchaus Alternativen zu den etablierten Großkonzernen existieren.
Es gibt seit einiger Zeit Wettbewerber, die wesentlich preisgünstiger abrechnen und dazu vielfach sogar die vorhandenen Messgeräte anderer Anbieter weiterverwenden. Dabei ist es gleichgültig, ob die bereits vorhandenen Messgeräte beim bisherigen Abrechner gekauft wurden oder gemietet sind. Die vorhandenen Gerätemietverträge laufen dabei einfach bis zum Ablauf weiter; nur die deutlich preisgünstigere Abrechnung wird von der neuen Firma in der Regel schneller und kundennäher gefertigt.
Dazu trägt auch wesentlich bei, dass der Abrechnungskunde nicht von anonymen Call-Centern betreut wird, sondern in der Regel einen festen Ansprechpartner in einer Firma der Region hat.
Das Unternehmen Delta-t sei hier nur als ein Beispiel für einen derartigen neuen Wettbe-werber genannt. Es ist seit mehr als 10 Jahren auf diesem Sektor tätig, ist mittlerweile bundesweit vertreten und wird als Preisbrecher schon jahrelang von den großen Anbietern mit einer Vielzahl von Prozessen überzogen, aus denen es jedoch bisher insgesamt gestärkt hervorging.
Ein bedeutender Schlag gegen die übermächtige Konkurrenz gelang Delta-t erst vor eini-gen Wochen. Wie durch eine dpa-Meldung bekannt, erlitten der selbst ernannte Marktführer in Deutschland, die Techem AG und die Firma Metrona, die die Brunata-Firmen in Deutsch-land mit der Technik beliefert, eine empfindliche Schlappe. Der kleinere Wettbewerber hat nun nach dreijähriger hartnäckiger Auseinandersetzung mit den Marktführern die Zulassung für den Einsatz eigener Plomben und Ampullen in die be-reits montierten Verdunstungs-Heizkostenverteilern von Brunata-Metrona und Techem erhal-ten.
Damit können erstmals amtlich zugelassene Fremdkomponenten in die Heizkostenverteiler anderer Hersteller eingesetzt werden. Die nun erteilten Zulassungen gelten vorerst für ca. 1,5- bis 2 Millionen Wohnungen in Deutschland.
Natürlich sollte man sich aber vor einem eventuellen Wechsel zu einem neuen Abrechner schon genau vergewissern, dass der Neue als schnell und zuverlässig gilt und dass er tat-sächlich nur amtlich zugelassene Plomben und Ampullen verwendet. Wenn das allerdings zutrifft, so sind Ersparungen von ca. 20-25 % der Abrechnungskosten je Jahr durchaus rea-listisch.
Der Deutsche Mieterbund kritisierte laut FTD auch die Entwicklung immer teuerer Erfas-sungssysteme, die natürlich die Abrechnungen insgesamt verteuern würden, ohne dass sich die Mieter dagegen wehren könnten.
Noch gar nicht erkannt wird dabei, dass durch den Einsatz der teuren Funksysteme auch ein eventuell später gewünschter Wechsel des Abrechnungspartners sehr erschwert wird. Ein anderer, günstigerer Abrechner kann wegen der verwendeten Verschlüsselungstechnik eine für den Wechsel vorgesehene Liegenschaft nicht ohne Weiteres übernehmen. Die Kun-den bleiben also in der Regel dem (zu) teuren Abrechner wegen seiner nur von ihm ausles-baren Technik fast auf Gedeih und Verderb erhalten.
Im genannten Artikel der FTD wird natürlich auch zu Recht die manchmal unheilige Allianz der Hausverwaltungen mit den großen Abrechnern beim Namen genannt. Sie resultiert nach Ansicht der Verfasser daher, dass die Verwaltungen die Abrechnungskosten nicht selber bezahlen, sondern 1:1 an die betroffenen Eigentümer oder Mieter weitergeben.
Es besteht also nach dieser Meinung und nach Einschätzung des Deutschen Mieterbundes für lethargische Hausverwaltungen kein großes Interesse, günstigere Abrechnungsfirmen zu suchen, obwohl es sie durchaus gibt.
Die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund fordert laut Focus.de in diesem Zu-sammenhang, die Lieferungen von Erfassungsgeräten von den zu erstellenden Abrechnun-gen zu trennen. Eine Forderung, die auch Delta-t gegen heftige Anfeindungen der Großkon-zerne schon seit Jahren vertritt. Der Markt würde dadurch für eine Vielzahl kleinerer und günstigerer Abrechnungsunter-nehmen, die es ja durchaus gibt, geöffnet. Die Preise würden dadurch vermutlich spürbar sinken. Der Verbraucher hätte den Vorteil.
An den Hausverwaltungen und den Eigentümern von Immobilien liegt es nun, zu reagieren. Sie könnten, wenn sie nur wollten, eine für den Endkunden unerfreulich verlaufene Entwick-lung zumindest eindämmen.
Hinweis:Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.
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