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CGM zieht positive Bilanz für das KFZ-Gewerbe NRW
12. Juni 2008 15:23 Uhr | Christliche Gewerkschaft Metall


Detlef Lutz: "Die Dinge laufen zufriedenstellend"

Duisburg - Eine positive Zwischenbilanz des Tarifabschlusses im nordrhein-westfälischen KFZ-Gewerbe zieht der Landesvorsitzende der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM), Detlef Lutz, in Duisburg.

Lutz sagte, der am 1. Juni in Kraft getretene Tarifvertrag, welcher eine Anhebung der Einkommen mit einem Gesamtvolumen von 6,8 Prozent vorsieht, sei vom überwiegenden Teil der Beschäftigten in der Branche durchaus positiv aufgenommen worden.

Im KFZ-Gewerbe NRW liegt der gewerkschaftliche Organisationsgrad bei rund 15 Prozent, für Handwerksbereiche sei dies ungewöhnlich hoch, so Lutz. Die IG-Metall habe nach eigenen Angaben für rund 80 Betriebe Haustarifverträge vereinbart, das seien rund 1,5 Prozent der Unternehmen in NRW.

Der CGM-Tarifvertrag gelte damit in der Fläche und ist der einzige aktuell geltende Flächentarifvertrag im KFZ-Gewerbe NRW. Der große Aufstand gegen den CGM-Tarifvertrag, wie ihn die IG-Metall proklamiert habe, sei vollständig ausgeblieben. Selbst der IGM-Bezirksleiter in NRW habe dazu aufgefordert, die Entgelterhöhungen aus dem CGM-Tarifvertrag unter Vorbehalt anzunehmen. Mit „Christlichem Geld“ habe man dort also offenbar keine Probleme, so Lutz.

Seit 15 Jahren schließt die CGM im KFZ-Gewerbe in NRW Tarifverträge ab. Wenn nun einige so tun, als sei die CGM im Jahr 2008 urplötzlich aufgetaucht, dann haben die die letzten Jahre gepennt, so Detlef Lutz. Dazu gehören auch einige Medien, die sich kritiklos vor den Karren der IGM spannen ließen und sich darin gefielen, verbale Entgleisungen der IGM zu übernehmen.

Im KFZ-Gewerbe in NRW gibt es ganz andere Probleme, als einen Streit zwischen Gewerkschaften. Die Betriebe des KFZ-Gewerbes in NRW mussten einen Rückgang beim Fahrzeugabsatz von 18,4 Prozent hinnehmen, das sind 9 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Bei dieser Lage konnte niemand zur Tagesordnung über gehen, sagte Lutz. Mit dem neuen Tarifvertrag haben die Betriebe Luft zum atmen und eine, wenn auch vorsichtige, Perspektive für eine Zukunft.

Die ständig wiederholten Vorwürfe gegen die CGM, wie „arbeitgeberfreundliche Gewerkschaft, Gefälligkeitstarifverträge, Dumping“ und andere, bezeichnete Lutz als völligen Quatsch. Über 10 Jahre habe die IG-Metall genau diese Vorwürfe gegen die CGM auch im Verfahren vor den Arbeitsgerichten erhoben, sei dann aber jeglichen Beweis schuldig geblieben. Insofern habe dann das höchste deutsche Arbeitsgericht am 28.03.2006 die CGM als Gewerkschaft bestätigt und somit ist die CGM die einzige, höchstrichterlich anerkannte Metallgewerkschaft in Deutschland!

Von über 3000 Originärtarifverträgen, welche die CGM bundesweit abschließt, findet sich nicht ein einziger in der Statistik der Niedriglöhne in Deutschland wieder! Dies ist Fakt und alles andere ist Unsinn, sagte der CGM-Landesvorsitzende.


Presse-Kontakt:

CGM
Detlef Lutz
Obere Kaiserswerther Straße 56
47249 Duisburg
Fon 0203/23447 Fax 287644
Internet: www.cgb-nrw.de




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