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Tarifrunde 2008: Hohe Lebenshaltungskosten belasten die Perspektiven
13. Juni 2008 13:01 Uhr | Christliche Gewerkschaft Metall




Stuttgart - Nach Ansicht des tarifpolitischen Sprechers und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Christlichen Gewerkschaft Metall, Detlef Lutz, werden künftige Tarifrunden und die tariflichen Spielräume stark durch Faktoren beeinflusst, welche sich den direkten Handlungsmöglichkeiten der Tarifvertragsparteien entziehen.

Lutz nennt zuerst die Preissteigerungsrate von 3 Prozent, verursacht durch den Anstieg bei Energie- aber auch Lebensmittelpreise. Alleine die „Steuersystematik von gestern“, macht uns heute das Leben schwer. So könne es nicht angehen, „dass Kaviar mit 7 Prozent, lebenswichtige Energie und Treibstoff aber mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet“ seien, zitiert Lutz den FDP-Vorsitzenden Westerwelle. Ohne eine vernünftige Steuerreform lasse sich kaum vernünftige Tarifpolitik gestalten. Auch die Kürzung der Pendlerpauschale stelle für sich ein Problem dar.

Dazu komme, dass der Staat durch die Anhebung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre und den Wegfall der Förderung von Altersteilzeitmodellen zusätzlich dafür gesorgt habe, dass die Tarifrunde in der Metallindustrie viel schwieriger wird, als sie sein müsste Die Gewerkschaften richteten ihre Forderungen gegen ihren Partner, die Arbeitgeber, aber der Staat sitze als einer der Verursacher der Probleme mit am Tisch. Nur einer einigermaßen verlaufenden konjunkturellen Entwicklung ist es zu verdanken, wenn es noch zu deutlichen Tarifabschlüssen im Jahr 2008 kommen wird.

Bei Zugrundelegung der klassischen Formel von Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von geschätzten 2 Prozent, plus Inflation von 3 Prozent könne es in diesem Jahr im Grunde keinen Abschluss unter 5 Prozent geben, da sind Folgelösungen für die Altersteilzeit aber noch nicht einmal mitgerechnet, so der Gewerkschafter.

Man mag gar nicht daran denken, was da auf uns zukommt, wenn es mit der Wirtschaft einmal wieder abwärts geht, so Lutz.


Presse-Kontakt:

CGM
Detlef Lutz
Obere Kaiserswerther Straße 56
47249 Duisburg
Fon 0203/23447 Fax 287644
Mail: Duisburg@cgm.de




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