Offener Brief an den deutschen Philologenverband
17. März 2009 | 15:15 Uhr | Pressebüro Nord - Willi Schewski


Gefahrenzulage für Lehrer: Entsetzen und Fassungslosigkeit ob der Forderung

Flensburg - Hintergrund: Der deutsche Philologenverband hat im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Winnenden eine Gefahrenzulage für Lehrer ins Gespräch gebracht. Der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidingert sagte der `Bild`- Zeitung: `Der Amoklauf hat erneut gezeigt, dass Lehrer in ihrem Beruf immer öfter zum Hassobjekt werden`".*  

Sehr geehrter Herr Meidingert,

hiermit möchte ich Ihnen mein Unverständnis und Fassungslosigkeit, ob dieser populistischen Forderung zum Ausdruck bringen, mit der Sie versuchen aus der Ohnmachstat eines kranken und resignierten Menschen für Ihre Klientel auch noch Kapital zu schlagen.
Selbst wenn sie damit gemäß dem Motto. "Klappern gehört zum Handwerk" lediglich Ihr öffentliches Profil schärfen wollten, so erachte ich diesen Versuch als inakzeptable Geschmacklosiggkeit.

Fassungslos bin ich auch aus dem Grund, da bereits seit langem die gesellschaftlichen Notlagen immer offensichtlicher werden, ohne dass von Ihrer Seite aus unmissverständliche Forderungen oder Taten erkennbar wurden, um z.B. die Erziehungskompetenzen gegenwärtiger und künftiger Eltern zu stärken. Denn genau diese Defizite tragen bekanntermaßen vordergründig zu den sichtbaren Problemlagen bei und spiegeln die Ineffizienz unseres gegenwärtigen Bildungssystems wieder.

Wie ignorant gerade von Ihrer Seite entsprechende Änderungsbemühungen behandelt werden, habe ich erst letztes Jahr mit einiger Bitternis zur Kenntnis nehmen müssen, als ich mich mit einer erkennbar ernsthaften Umfrage (siehe Link: http://www.ex-heimkinder.de/Umfrage.htm zu Fragen bildungspolitischen Reformbedarfs exakt an 1102 einzeln angeschriebene Schulleiter/innen wandte. Und zwar bundesweit an jeweils 20 Hauptschul- 20 Realschul- sowie 20 Gymnasialschulleiter/Innen. In Bayern sogar jeweils 50.

Das Resultat meiner Bemühen, fiel mit einer Rückantwortquote von 5 Stimmen oder 0,46% regelrecht verheerend, ja in höchsten Maße deprimierend aus.

Dabei, ich kann es kaum fassen, würde ich ein ähnliches Bemühen, wie ich es seit geraumer Zeit betreibe, in erster Linie von Ihrer Zunft erwarten. Statt dessen, müssen sich Leute wie ich, die als Leidtragende die Folgen einer mangelhaften Bildungspolitik zu spüren bekamen, gegen ein Bollwerk überheblicher Arroganz und Ignoranz ankämpfen, um nachvollziehbar gesellschafts- und familienförderliche Bildungsreformen einzufordern.

Daher möchte ich mit allem Nachdruck an Ihren Verband appellieren: Machen Sie bitte Ihre Hausaufgaben. Sie sehen und nehmen als eine der ersten Menschen die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen und Erfordernisse wahr. Statt demnach mitleidheischend nach einer Anhebung Ihrer Bezüge zu schielen, fordere ich Sie auf, gegenüber den Kultusministerien tätig und vorstellig zu werden, um notwendige Änderungen einzufordern.

Wenn Sie keine Vorstellungen davon haben, was und wie geändert werde könnte/müsste, dann lade ich Sie auf meine Webseite ein, um sich entsprechende Anregungen zu holen, wie z.B. unter der Rubrik Bildungsnot: http://www.ex-heimkinder.de/Bildungsnot.htm  

Damit bekommen Sie gleichzeitig die Möglichkeit die Sinnhaftigkeit meines bisherigen Engagement zu hinterfragen.

Insbesondere unter den Rubriken:
Ursachen http://www.ex-heimkinder.de/Ursachen-Vorwort.htm
Folgen: http://www.ex-heimkinder.de/Folgen.htm
Ziele http://www.ex-heimkinder.de/Ziele.htm

Selbstverständlich dürfen Sie die Anregungen aufgreifen um Sie in Ihren Kreisen oder besser noch einer öffentlichen Diskussion zu stellen.

Da ich ein Freund größtmöglicher Transparenz bin, habe ich mir erlaubt dieses Schreiben ebenfalls auf meiner Webseite und anderen Webseiten als öffentlichen Brief zu hinterlegen und würde es begrüßen, wenn Sie mir erlaubten, Ihr Feedback, sofern eines erfolgt, dieses ebenfalls veröffentlichen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber
http://www.ex-heimkinder.de/

* Quelle: http://de.news.yahoo.com/2/20090316/tde-philologenverband-regt-gefahrenzulag-a4484c6.html

Hinweis: Der Text steht zur freien Verfügung, bei Nennung folgender Quelle: "Klaus Klüber http://www.ex-heimkinder.de/"

Für weitere Informationen oder Interviewünsche wenden Sie sich bitte an die Agentur: Pressebüro Nord - Willi Schewski  http://www.pressebuero-nord.com Tel. 0461-1682860




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