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Aschermittwoch beginnt die gefährliche Fastenzeit!
19. Februar 2007 17:09 Uhr | Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik


Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann warnt vor dem Hokuspokus des Fastens

Köln - Während die katholische Kirche bereits 1960 die Fastengebote gelockert hat, fallen immer noch jährlich Hunderttausende auf das angeblich heilende, entschlackende oder sogar als schlankmachend gepriesene Fasten hinein und gefährden ihre Gesundheit, kritisiert heute Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann die Fastenmafia. Ab Aschermittwoch ist auch in diesem Jahr wieder Fastenzeit angesagt: Damit ist aber nicht nur das religöse Fasten, also die Abstinenz liebgewordener Dinge gemeint, sondern vielmehr eine Ernährungsweise, die weder der wissenschaftlichen Überprüfung standhält, noch gesundheitsförderlich ist, sondern vielmehr als Hokuspokus zu bezeichnen ist, erläutert Diätexperte Sven-David Müller-Nothmann. Seit vielen Jahren warnen die wissenschaftlichen Fachorganisationen vor dem Fasten und fordern die Bevölkerung auf, von solchem Hokuspokus Abstand zu nehmen und sich stattdessen gesundheitsbewusst zu ernähren. Unkontrolliertes Fasten außerhalb von Kliniken kann sogar tödlich enden, warnt Sven-David Müller-Nothmann nachdrücklich. Durch Fasten kommt es im Stoffwechsel zu einem Proteinmangel und den gleich der Organismus durch den Abbau von Muskeln aus. Dabei macht er auch vor dem Herzmuskel nicht halt. Herzkranke dürfen daher unter keinen Umständen fasten, denn sonst gefährden sie ihr Leben, informiert Sven-David Müller-Nothmann. Mit den populären Schlagworten Entschlackung, Abnehmen und Entgiftung wickelt die Fastenmafia, die viele Millionen Euro mit Büchern, Kursen und Glaubersalz und anderem Hokuspokus verdient, seit Jahren die Verbraucher ein und verschweigt dabei bewußt, dass sogar der Begriff „Heilfasten“ selbstgewählt, also frei erfunden, ist, kritisiert Müller-Nothmann weiter.

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Trotz jahrelanger Forderungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften können die Fastenbefürworter immer noch keine in internationalen Fachzeitschriften publizierten wissenschaftlichen Daten vorlegen, die beweisen, dass diese Methode Vorteile bietet. Die Nachteile sind demgegenüber eindeutig: Fasten kann zur massiven Mangelernährung, zum Abbau von Muskulatur, zur Übersäuerung (Ketoacidose), zu Gichtanfällen, zu Nierensteinen, zu Konzentrationsstörungen, zu Kreislaufproblemen und zu gefährlichem metabolischem Stress führen. Leider verschweigen die Fastenbefürworter, dass beim Fasten der Körper insbesondere Proteine aus den Muskeln abbaut. Das führt zum Absinken des Grundumsatzes und erklärt den Jojo-Effekt, unter dem fast alle Menschen nach dem Fasten leiden. Fasten macht also dauerhaft dick. Ein Abbau der Muskulatur ist für das Herz gefährlich und für die Gewebestruktur negativ. Fasten kann also tödlich enden und führt zu häßlicher Cellulite. Wer seine Gesundheit grundlos gefährden, immer mehr zunehmen und immer schwächeres Gewebe haben möchte, sollte fasten, witzelt Müller-Nothmann. Eine negative Stickstoffbilanz ist in der Regel die Folge des Fastens. Grundsätzlich sollte die Proteinzufuhr nicht unterhalb von 50 Gramm täglich liegen. Das ist mit Tee- oder Saftfasten nicht zu erreichen, betont Sven-David Müller-Nothmann. Das Immunsystem ist durch Fasten massiv gefährdet, denn das Fasten führt oft zum Untergang der gesundheitsförderlichen Darmflora. Diese nimmt Schaden und es können dadurch sogar gefährliche Krankheitserreger in den Körper eindringen. Ganz massiv ist die Gefahr, wenn Glaubersalz zur Stuhlentleerung verwendet wird. Solche Substanzen haben keinen Platz in einer modernen Pharmakotherapie und Menschen, die nicht vom Fasten ablassen können oder möchten, sollten den Darm besser anders entleeren. In jedem Falle macht das Fasten die Wideraufforstung der Darmflora mit Probiotika erforderlich. Probiotische Milchsäurebakterien sind beispielsweise in Sauerkraut oder Brottrunk enthalten. Professor Hademar Bankhofer bezeichnet die so genannten Brotmilchsäurebakterien als Elitetruppe der Milchsäurebakterien. Sie bauen die Darmflora auf und machen den Körper abwehrstark, betont Sven-David Müller-Nothmann.

Der Vitamin- und Mineralstoffbedarf ist beim Fasten nicht gedeckt und natürlich verarmt der Organismus auch an lebenswichtigen Amino- und Fettsäuren. Das kann lebensgefährlich sein. Das immer wieder angeführte Wohlbefinden, das einige Fastenanhänger beschreiben, ist auf die Ausschüttung von Endorphinen zurückzuführen. Der Körper schüttet diese Neuropeptide in Notfallsituationen aus, um Schmerzen und Hunger nicht zu verspüren. Das als positiv darzustellen, ist Blasphemie, klagt Sven-David Müller-Nothmann, den der Bundespräsident 2005 für seinen Einsatz um die Ernährungsaufklärung mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnete, die Fastenbefürworter an. Seriöse Fastenkliniken weisen ausdrücklich darauf hin, dass Menschen, die unter Depressionen und anderen psychiatrischen Krankheitsbildern leiden, keinesfalls fasten dürfen. Insgesamt ist die Liste der Menschen, denen Fasten ärztlich verboten ist, lang: insulinpflichtige Diabetiker, Sportler, Schwangere, magere und unterernährte Menschen, Stillende, Senioren, Menschen, die unter konsumierenden Erkrankungen wie Krebs oder Nieren- und Leberkrankheiten leiden, Kinder und Heranwachsende, akut kranke Menschen und natürlich Patienten, die unter Herzrhythmusstörungen leiden. Nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin ist Fasten heute eine ernährungsmedizinisch überholte Methode. Nichts als Hokuspokus, den die Fastenbefürworter noch dadurch erweitern, dass sie Glaubersalz oder Einläufe zum Abführen einsetzen und von Schlacken sprechen, obwohl noch kein Wissenschaftler diese Substanzen jemals im Körper nachweisen konnte. Die Nieren müssen die beim Fasten anfallenden Ketonkörper mühsam ausscheiden. Außerdem steigt der Harnsäurespiegel an, was die Entstehung von bestimmten Blasen- und Nierensteinen begünstigt sowie extrem schmerzhafte Gichtanfälle auslösen kann. Da die Harnsäure ein Stoffwechselendprodukt und damit einen "Schlackenstoff" darstellt, widerspricht diese Tatsache dem Ziel der "Entschlackung" durch das Fasten. Viele Mediziner und Ernährungsfachleute sehen Fasten nicht als Entlastung des Organismus, sondern vielmehr als Belastung und Extremstress an, da der gesamte Körper auf ein Notfallprogramm zur Erhaltung der Körperfunktionen schalten muss. Was daran gesundheitsförderlich sein soll, verstehe ich nicht, mokiert sich Sven-David Müller-Nothmann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) steht dem Fasten besonders kritisch gegenüber und verlautet, dass Heilfasten und Fasten zur Gewichtsreduktion ungeeignet sind. Solange Fasten wissenschaftlich nicht eindeutig begründet ist sowie für große Teile der Bevölkerung die Gesundheit gefährdet und sogar Todesfälle nicht auszuschließen sind, lehne ich Fasten, Heilfasten und besonders die Nulldiät ab und warne nachdrücklich davor. Völlig gesunde Menschen könnten natürlich mal einige Tage nichts essen. Aber das ist für den Organismus höchstens schädlich und niemals gesund, betont Müller-Nothmann abschließend und empfiehlt die Besinnung auf eine gesundheitsbewußte Ernährungsweise mit reichlich Gemüse und Obst, Seefisch, Mineralwasser, Gemüsesäften, mageren Milchprodukten und Fleisch sowie hochwertigen Ölen, Nüssen und Samen. Individuelle kostenlose Information zur gesunden Gewichtsreduktion durch Ernährungsmediziner sowie qualifizierte Ernährungsberater ermöglicht das fachärztliche Beratungsportal http://www.qualimedic.de.


Buchtipps für eine gesunde Ernährungsweise:

Moderne Ernährungsmärchen, Sven-David Müller-Nothmann, Michael Vogt und Doreen Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-524-1, 12,90 Euro

Die Müller-Diät, Sven-David Müller-Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-504-7, 12,90 Euro

Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Köln widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller-Nothmann leitet das ZEK.


Presse-Kontakt:

Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Müller-Nothmann, Gotenring 37, 50679 Köln-Deutz, 0177-2353525, http://www.svendavidmueller.de, info@svendavidmueller.de




Hinweis: Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.



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