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Umsetzung der "stakeholder view" bei RFID-Strategie der EU-Kommission zentral
19. März 2007 11:19 Uhr | Think Tank 30 Deutschland


Aus Versäumnissen anderer Technologieentwicklungen lernen

Hamburg - Mitglieder des Think Tank 30 Deutschland des Club of Rome begrüßen den Aufruf der EU-Kommissarin Viviane Reding zur "stakeholder view", bei der alle am Thema beteiligten Gruppen und Branchen eine gemeinsam getragene RFID-Strategie erarbeiten sollen. Die Kommissarin hat auf der CeBIT am 15. März 2007 ihre Kommissionsmitteilung zum ordnungspolitischen Umgang mit der Funktechnik RFID (Radio Frequency Identification) vorgestellt.

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Die zentrale Frage sei jetzt, wie die angekündigte gesellschaftliche Diskussion über die Wirkungen von RFID konkret erfolgen kann. Es dürfe nicht zu einer Scheinpartizipation kommen, so die Forderung aus den Reihen des Think Tanks. Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sollten in einem transparenten und ausgewogen zusammengesetzten Stakeholderdialog mit offenem Ausgang ihre Interessen einbringen. Wichtig sei, im Dialog die Chancen und Risiken zu bewerten und so eine öffentlich überprüfbare und breit abgestützte Entscheidungsgrundlage zu erarbeiten. Erst in einem zweiten Schritt könne entschieden werden, ob Regulierungen oder Selbstverpflichtungen, wie von Reding für 2008 vorgeschlagen, sinnvoll seien.

Mit einem solchen Vorgehen könne aus den Versäumnissen anderer Technologieentwicklungen gelernt werden. So habe beispielsweise in den frühen Phasen der Gentechnologie keine gesellschaftliche Debatte stattgefunden. Dieser Fehler wirkt sich bis heute aus und trug nicht unerheblich zur äußerst kritischen Einstellung der Bevölkerung bei.

Der Think Tank 30 Deutschland hat mit seiner Fake-Firma I-Chip (www.i-chip.de) ein mögliches Szenario zum Einsatz von Funkchips entworfen und zum Start der CeBIT zu einem chancen- und risikobewussten Umgang mit RFID-Technik aufgerufen(www.tt30.de/Kuscheln-mit-FunkchipsTT30.pdf). Wirtschaft und Politik werden aufgefordert darzulegen, wie sie durch vorausschauendes Technologiemanagement die volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale erschließen, auf die komplexen Wirkungen vorbereitet sein und negative Effekte vermeiden wollen.


Presse-Kontakt:

Alexander Nick
Birte Kleine-Benne
Projektgruppe Zukunftswelten
Think Tank 30 Deutschland

030/36 46 00 25
zukunftswelten@tt30.de




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