Initiative gegen die "Enteignung von Volksgesundheit" gegründet
21. Juli 2006 09:29 Uhr | Rudolf Kley Apotheker und Aktionskünstler
Bürger kämpfen für ihre Gesundheit
Duisburg - Seit dem 14. Juli gibt es diese Initiative zur Wahrung der Gesundheit. Jeder Bürger kann dieser "Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit und für den Erhalt der traditionsreichen Apotheke in Deutschland" formlos - s.u.- beitreten. Jeder Bürger ist durch die Gesundheitsreform betroffen, die mehr Bürokratie und Bevormundung bei unverändert steigenden Finanzierungslasten für Arbeitgeber und Versicherte bedeutet.
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In einer Pressemitteilung an die pharmazeutischen Zeitungen, in dem dort am 20. Juli abge-druckten Brief an seine Kolleginnen und Kollegen, möchte der Duisburger Apotheker und Aktionskünstler Rudolf Kley alle davon überzeugen, wie notwendig der Beitritt als Multiplikator zu dieser Initiative ist. „Fachleute wissen, was sie von einer Politik zu halten haben, die damit liebäugelt, die Selbstmedikation durch Selbstbedienung im Supermarkt und die Freigabe weiterer bisher apothekenpflichtiger und sogar verschreibungspflichtiger Arzneimittelgruppen zu fördern. Wissen es auch die Patienten?“
Rudolf Kley hat zu diesem Thema ein Plakat entworfen. Auf einem weißen T-Shirt ist es ein hervorragender Blickfang. „Wir lassen uns von diesen Damen nicht mit dem Klammersack pudern!“ Wie ein erhobener Zeigefinger verbindet eine Wäscheklammer Angela Merkel und Ulla Schmidt. Abgebildet ist auch ein Klammersack aus DDR-Zeiten. „Wenn das Apothekenpersonal dieses T-Shirt trägt, erzeugt das bei den Apothekenkunden Fragen ohne Ende. Bei den Politikern hoffentlich die Irritation, der dann vielleicht einmal das Denken folgt!“
Rudolf Kley wünscht sich, dass möglichst viele Bürger dieses T-Shirt tragen und es zu einer „kultigen Uniform“ auf Protestveranstaltungen wird. Jeder kann sich die Vorlage aus dem Internet unter http://www.deapo.de/Klammersack.htm herunterladen oder das T-Shirt direkt bei mister ad® werbeproduktion (August-Becker-Str. 10, 45711 Datteln, Telefon 0 23 63 /56 79 - 0, Telefax 0 23 63 /56 79 – 29) zum Sonderpreis von 10 EUR zuzügl. Versandkosten bestellen. E- Mail info@mister-ad.de Jeder Träger eines solchen T-Shirts repräsentiert die Initiative eigenverantwortlich.
Während der Initiator der Initiative noch darüber rätselt, auf welchen Tag man den „Tag der Deutschen Wäscheklammer“ am besten legt, gibt es erste Reaktionen. Besonders bemerkens-wert im Jahr der Fußballweltmeisterschaft: „Vielleicht können Sie ja der Jürgen Klinsmann für die Apotheker werden!!!“ schreibt Kollegin P.B. aus Einhausen und bietet ihre Hilfe bei der Organisation von Großveranstaltungen an.
Seit 1951 lebt Rudolf Kley, geb. 1946 in Wolfenbüttel, in Duisburg Meiderich. 1976 übernahm er dort die Leitung der Löwen-Apotheke. Seine Liebe gehört von Jugend an der Malerei. Ihr therapeutischer Aspekt interessiert den Apotheker besonders. Er gründet 1977 in Meiderich die Galerie 77 und ein Jahr später die Kulturwerkstatt Meiderich und einen alljährlich stattfindenden Kunstmarkt. Der Freizeitmaler will seinen Mitbürgern Berührungsängste mit der Kunst nehmen und sie zu eigenem schöpferischen Handeln animieren. Mit seiner Aktion „Kunst ist Kohl“ macht Rudolf Kley 1981 bundesweit Furore und lernt dabei Josef Beuys und Wolf Vostell kennen. 1985 kommt er mit der längsten abstrakten Bildfolge ins Guinnessbuch der Rekorde und mit ihren Einzelbildern in viele öffentliche und private Kunstsammlungen. Seit seinem 40. Geburtstag sammelt er Luftpumpen, um die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst einzuführen.\"Es gibt ja sonst keinen verbindlichen Qualitätsmaßstab außer der Authentizität. \" Er färbt die Luftpumpen gelb, um aus ihnen das Weizenfeld zu rekonstruieren, in dem sich van Gogh erschossen hat. Die Aktion zieht sich bis heute hin. Trotz großer Resonanz in den Medien ist bisher nur einen Teil der benötigten 30000 Luftpumpen zusammengekommen. Seine Ankündigung, dieses Feld auch als Gesundheitsmahnmal zu interpretieren, führte im August 2000 zu Irritationen im Hause des Bundespräsidenten und hielt Johannes Rau davon ab, dem Apotheker seine alte Verlagsbuchhändlerfahrradluftpumpe zu stiften.
Rudolf Kley hat seine Kunst immer auch zu Protesten gegen kränkelnde Gesundheitsreformen eingesetzt. 1988 hat er den Handzettel „Wer jetzt krank wird, kann sich gleich erschießen!“ mitgestaltet, mit dem Norbert Blüm empört in der Tagesschau wedelte. Und auch Gesundheitsminister Seehofer kriegte sein Fett weg. Sehrwahrscheinlich rätselt man heute noch bei der Post darüber, wie man ihm den 2 Kilometer langen Beschwerdebrief aus Patientenunterschriften von 1993 wohl am besten zustellt. Vor drei Jahren brachte der Apotheker Patienten dazu, ihm ihren Löffel als Vorgriff auf die Folgen der Gesundheitsreform vorsorglich abzugeben. Die bundesweite Sammelaktion gipfelte in einem Riesengeklapper –Apomopp- auf dem Apothekertag 2003 in Köln. Die Löffel wurden zu einem Kunstwerk verarbeitet. Dieses Patientenmahnmal wurde dem Gesundheitsministerium zu Beginn der neuen Wahlperiode als Leihgabe angeboten. Dort fürchtete man aber die Polemik, die schon in dem Namen der Aktion „Löffelabgeben“ steckt. Rudolf Kley antwortete darauf mit einer „Versöhnungsgrafik im Gesundheitswesen“, die bei den Patienten die Pillen ersetzen soll, die die Ärzte wegen der Bonus/Malus Regelung nicht mehr verschreiben. Motto: „Grafik an er Wand, und Du wirst nicht mehr krank!“ Das muss einfach helfen. Werden die Patienten doch nach Ansicht des Aktionskünstlers durch die Reformen wie „eingebildete Kranke“ behandelt. Der niedrige Krankenstand bei Arbeitnehmern wird anscheinend als Beweis dafür genommen.
Presse-Kontakt:
Rudolf Kley
Bahnhofstr. 134
47137 Duisburg
Tel 0203/442999
Fax 0203/443631
Hinweis:Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.
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