Singen - Einzig allein ein Fest ist es, das die meiste Eltern (und Kinder) noch in die Kirche treibt: die hl. Kommunion. Dabei geht es nicht so sehr um die Bedeutung dieses Festes, sondern um den angenehmen Nebeneffekt: die teuren Geschenke. Doch es gibt noch Familien, die höchsten Wert auf eine der Lehre der Kirche entsprechenden Vorbereitung dieses Festes wünschen - ganz zum Unwillen der Kirche und deren Bischof.
Die Familie E . traute ihren Augen nicht, als Mitte September der so genannte Plan für die Vorbereitung zum Kommunionfest ihres Sohnes eintraf: Gerade mal 10 Treffen à 30 Minuten, jeweils vor der Sonntagsmesse sind als Vorbereitung für die Kommunion vorgesehen. Das sichert der Gemeinde die Kommunionkinder in dem Gottesdienst, der dann zur Ergänzung der Katechese dienen soll. Konkret: Um 10 Uhr 30 sammeln sich die Kommunionkinder im Gemeindesaal, um Bildchen zu malen, ins Wasser fassen zu dürfen, Wasser zu trinken…. Derweil stellt eine Pfarrgemeinderätin den Beamer in der Kirche auf, damit der Gottesdienst auf neuestem Stand ist. Um 11 Uhr marschieren die Kinder mit dem Tross in die Kirche und erhalten eine Fortsetzung der Katechese. Was das soll? Weiß eigentlich keiner so recht. Lernen über wichtige religiöse Symbole, vielleicht. Doch: Darf ein Gottesdienst, eine liturgische Veranstaltung, zur Katechese verändert werden, damit die Kinder ein bisschen mehr wissen als nichts? Ist diese Art der Vorbereitung ausreichend? Das CIC, das kirchliche Recht schreibt, dass die Kinder angemessen und ausführlich vorbereitet werden sollen, der Tübinger Religionspädagoge Albert Biesinger meint, die Katechese solle eher vertieft werden in einer Zeit des allgemeinen Glaubensschwundes. Der Bischof, der zur Klärung dieser Frage eingeschaltet wurde, schweigt. Er antwortet der Familie E. nicht, weil diese sich weigert, dem Ortspfarrer Folge zu leisten. Die fachlich zuständige leitende Mitarbeiterin des Bischofs will keine Stellung beziehen. Sie hat entweder kalte Füße oder keine Meinung bzw. will sich nicht an die kirchliche Lehre halten. Aber: Wieso gibt es kirchliche Regeln, eine kirchliche Lehre, wenn sich Bischöfe oder deren leitendes Personal nicht daran halten?
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