24. Januar 2007 15:03 Uhr | voxtel Communications Services
www.voxdating.de - News und Tipps
Stuttgart - Das Problem der Fakes im virtuellen Leben ist ja mittlerweile ein alt bekanntes: Wie kann man wirklich sicher sein, dass das Gegenüber wirklich der- oder diejenige ist, als der es sich ausgibt? Immer wieder wurden in der Vergangenheit gerade beim Thema Online-Flirt Fälle publik, bei denen jemand fremde Fotos benutzte und diese als die eigenen ausgab, was natürlich zu einer Menge Verwicklungen, Enttäuschungen, Betrügereien und Herzschmerz führen kann.
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Ärgerlich genug, wenn man früher oder später feststellt, dass der auf dem Profilbild so durchtrainiert wirkende Mittzwanziger mit den hinreißend blauen Augen in Wirklichkeit dreißig Kilo Übergewicht und einen Dackelblick hat. Oder wenn sich die Traumfrau mit den Modelmaßen, die da so verheißungsvoll in die Kamera lächelt, beim ersten Date als Bluff entpuppt und altersmäßig eigentlich eher als Mutter denn als Freundin in Frage käme. Leider gibt es auch immer wieder "Scherzbolde" die komplett frei erfundene Identitäten erschaffen, mit diesen ahnungslose Nutzer hinters Licht führen und nicht selten mittels raffinierter Tricks um einen netten Batzen Geld erleichtern. Regelmäßiger Leser des www.voxdating.de -Newsletters kennen Sie solche Geschichten mittlerweile sicher zur Genüge und sind entsprechend vorgewarnt.
Wie sich in den letzten Monaten zeigte, lässt sich auf derartige Machenschaften in puncto Gemeinheit aber durchaus noch einer drauf setzen. Was würden Sie zum Beispiel sagen, wenn ab morgen Nachmittag plötzlich ständig Ihr Handy klingeln würde und Sie mit - mehr oder weniger - obszönen Angeboten wildfremder Herren überschüttet würden?
Oder wenn Sie nächste Woche ein Kollege schief anschaut und meint: "Also, das mit deinen rechtsradikalen Verbindungen finde ich schon reichlich seltsam!" - obwohl Sie seit Jahren die Grünen wählen und keine Ahnung haben, wovon der Mann redet? Grundsätzlich sollten Ihnen dann vielleicht zwei Erklärungsmöglichkeiten in den Sinn kommen: entweder sind Sie unwissentlich als Kandidat bei "Verstehen Sie Spaß?" gelandet, oder Sie sind Opfer eines veritablen Identitätsdiebstahls im Internet geworden.
Letzteres passierte dieser Tage gleich zweimal: einmal in Australien und einmal in Deutschland, wie Spiegel Online berichtet. Das australische Opfer war der 67jährige Richter des Obersten Verfassungsgerichts Michael Kirby. Mr. Kirby besitzt in der Tat einen eigenen Account bei der Internetplattform MySpace und ist auch kein ganz unbekannter Zeitgenosse: Seit er sich 1999 als erster hochrangiger Richter Australiens als homosexuell outete, ist er fast so was wie ein Star in seiner Heimat. So was zieht natürlich auch häufig unangenehme Folgen nach sich, und die kamen vor einigen Tagen ans Licht, als der Richter zu seinem Entsetzen entdeckte, dass er auf MySpace einen Doppelgänger hatte.
Es existierte nämlich offensichtlich seit gut 15 Monaten eine zweite Seite mit einem gefälschten Michael-Kirby-Profil auf MySpace, die unter anderem ein Foto des Richters gemeinsam mit einer Blondine zeigte - unter der Überschrift: "Ich bin ein Zuhälter". Auch ansonsten war die Seite offenbar mit dem Ziel angelegt, Mr. Kirby's Image möglichst gründlich zu ruinieren, denn sie enthielt vorwiegend zotige Aussagen und einige Links zu rechtsextremistischen Gruppierungen in den USA.
Nun gut, werden Sie vielleicht denken, das sind halt so die Schattenseiten der Prominenz, was geht das mich an? Tja, das kommt drauf an, wie viele "wohlmeinende" Freunde Sie haben und wem Sie vielleicht in letzter Zeit auch mal unwissentlich auf den Schlips getreten sind. Denn fast zeitgleich beklagte sich eine Studentin in Deutschland, dass ihr im Studentennetzwerk StudiVZ genau dasselbe passiert war: Jemand hatte sich unter ihrem Namen dort angemeldet, alte Fotos von ihr hochgeladen und dann "netterweise" auch noch gleich ihre Handynummer für Anrufe von Interessenten mit veröffentlicht.
Die Konsequenzen waren entsprechend und für die junge Frau alles andere als erfreulich. Übrigens nicht die erste Frau, die eine solche Erfahrung machen musste - gerade abgewiesene Verehrer oder Stalker kommen offenbar zunehmend auf den Geschmack, ihre Flammen mittels eines möglichst kompromittierenden gefälschten Profils auf irgendeiner Internetplattform in Verlegenheit zu bringen. Und wenn Sie dann nicht durch irgend einen dummen Zufall oder den Hinweis eines Bekannten, der sich wundert, warum Sie plötzlich derart freizügige Fotos von sich publik machen, wo Sie doch sonst eher zum Hochgeschlossenen neigen, darauf aufmerksam werden, dann kann das - wie im Fall des Richters - schon mal eine ganze Weile dauern, bevor Ihnen klar wird, dass Sie im Netz ganz gegen Ihren Willen gleich zweimal unterwegs sind.
Was Voxdating.de für die Sicherung der Identität tut:
Identitätsraub ist also ein echtes Problem - allerdings kein neues. Anbieter hätten schon seit Jahren Vorkehrungen treffen können, damit sich dieser Missbrauch im Internet nicht durchsetzt. Im Prinzip ist es nämlich gar nicht so schwer. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Dating-Anbietern fordern wir zum Beispiel von unseren Nutzern korrekte Angaben zu deren Postadresse. Und wenn wir korrekt sagen, dann meinen wir korrekt. Denn wir prüfen nach. Mit einem speziellen Programm, aber auch "von Hand", wo es nicht anders geht.
Damit verlieren wir natürlich leider auch täglich aufrichtige Nutzer, denen das Anmelde-Prozedere einfach zu umständlich ist. Doch wir halten im Gegenzug eben auch diejenigen Surfer draußen, die fast alle Dating-Plattformen in großem Umfang missbrauchen. Fakt ist, dass nur ein Drittel der Registrierungen bei uns "durchkommt". Eigentlich schneiden wir uns damit also ins eigene Fleisch. Doch wir sind der Meinung, dass sich das bessere Angebot in Zukunft durchsetzen wird.
Noch einen Schritt weiter gehen wir mit unserem Konzept des "geprüften Benutzers". Das wird nur, wer uns seinen Personalausweis zeigt. Da kann man dann wirklich sicher sein, dass einem diese Identität niemand mehr wegnimmt.
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