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Wohltäter unter Palmen
25. Oktober 2006 | 10:00 Uhr | Buchen-mit-Herz.de


Startschuss für das etwas andere Reisebüro

Erfurt/Gießen - Ein Online-Reisebüro ist nichts Ungewöhnliches. Eines, das den Großteil seiner Einnahmen einem guten Zweck zukommen lässt, schon. Buchen-mit-Herz.de (www.buchen-mit-herz.de) vermittelt ab 1. November 2006 Pauschalreisen sowie Last-Minute-Angebote namhafter Veranstalter und spendet 3 Prozent des jeweiligen Reisepreises dem ersten „Deutschen KinderHerz-TransplantationsZentrum“ in Gießen.

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Die Idee dazu kam dem Thüringer Steffen Schäfer, nachdem er gelesen hatte, dass die Einrichtung dringend auf Geldspenden angewiesen ist. Einer seiner beiden Söhne war 2005 im Kinderherzzentrum Gießen operiert worden. „In den Tagen vor und nach der OP haben wir als Eltern erfahren, wie wichtig Hilfe ist. Mit unserem Projekt möchten wir die Arbeit der Mediziner unterstützen. Vielleicht können wir so der Herzklinik in Gießen etwas von dem zurückgeben, was wir ihr zu verdanken haben“, erläutert der 38-jährige Vater.

Fast jedes 100. Kind kommt in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt. Kinderherzzentren geben ihnen die Chance auf ein relativ normales Leben. Mit dem erst im August eingeweihten Transplantationszentrum konnte die Behandlung der kleinen Patienten weiter verbessert werden. Der Neubau wurde in nur zwölf Monaten mit den Bereichen Kinderkardiochirurgie, Kinderanästhesie und Kinderkardiologie errichtet.

(Abdruck kostenfrei. Belegexemplar erbeten.)

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Kleines Herz

Sacht hebt und senkt sich der winzige Brustkorb. Kanülen, Schläuche, Kabel und Pflaster (darunter eines in Herzform) belagern den zerbrechlich wirkenden Körper. Doch das Wichtigste: Benjamin lebt. Eine Woche und ein Tag ist er alt und hat die wohl größte Herausforderung seines Lebens schon hinter sich. Den ganzen Vormittag wurde er von einem Team aus Spezialisten der Kinderkardiologie am Uni-Klinikum Gießen operiert.

14.30 Uhr auf der Intensivstation: Die Eltern stehen am Bettchen ihres Lieblings. Sie sehen sich an und können immer noch nicht begreifen, was seit einer Woche geschieht. Nach der unproblematischen Schwangerschaft und einer Bilderbuch-Geburt der Schock: Nur Stunden nach der Entbindung diagnostizieren Ärzte am Helios-Klinikum Erfurt einen angeborenen Herzfehler, genauer gesagt eine Transposition der großen Arterien (TGA). Benjamins Lungenschlagader und die Aorta sind an der jeweils falschen Herzkammer angeschlossen. Damit hätte der normalerweise in Reihe geschaltete Körperkreislauf keine Verbindung mit dem Lungenkreislauf. Ein Todesurteil, früher.


Präzisionsarbeit

In Deutschland kommen im Jahr durchschnittlich 6000 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Die Transposition der großen Arterien tritt bei 4,8 Prozent der Fälle auf. Mit der "Arteriellen Switch-Operation" könne man Leben wie das des kleinen Benjamin retten, machen Ärzte in Erfurt Mut. Dann wird der kleine Patient nach Gießen, ins dortige Kinder-Herzzentrum verlegt.

Drei Tage später: Mit Lupenbrille und feinsten Instrumenten machen sich die Mediziner am nussgroßen Herzen des Jungen zu schaffen. Zunächst werden Aorta und Lungenschlagader oberhalb der Herzklappen abgetrennt und vertauscht wieder angenäht. Dann müssen auch die nur Millimeter dicken Herzkranzgefäße verpflanzt werden. Präzisionsarbeit.

Operationen am Kinderherzen, werden die Eltern später einmal lesen, sind neben der Neurochirurgie die schwierigsten Eingriffe, die Mediziner kennen. In den Stunden des Wartens schwanken sie zwischen Hoffen und Bangen. Und auch danach kann von Champagnerlaune keine Rede sein. Der Chirurg hat seine Arbeit getan. Der Kreislauf zur und von der kleinen "Pumpe" entspricht jetzt dem anatomisch richtigen Verlauf, womit der kleine Kerl auch fast übern Berg ist. "Aber eben nur fast", dämpfen die Ärzte übereilte Erwartungen. "Unser Sohn wird kämpfen. Er will leben, das merkt man", sind sich die Eltern sicher.


Die Idee zur Hilfe

Und wie er kämpft. Nach nur wenigen Tagen kann er die Intensivstation verlassen. Eine Woche später dürfen ihn Mama und Papa bereits mit nach Hause nehmen. Andere Eltern haben nicht so viel Glück. Viele Herzkinder müssen mehrmals operiert werden oder sind nur durch eine Transplantation zu retten. Und wenn auch Ärzte nicht mehr helfen können, ist die Verzweiflung unermesslich. Benjamins Eltern schauen in Gießen immer wieder in Augen, aus denen so viele Tränen geflossen sind. Fahle Gesichter, leer oder tapfer lächelnd. Das sind Bilder, die einem noch lange nachhängen.

17 Monate später lesen die Eltern in einer Zeitung, dass das neue Kinderherz-Transplantationszentrum in Gießen dringend auch auf Geldspenden angewiesen ist. Sie wollen helfen. Und sie wissen auch schon wie: Benjamins Papa programmiert in seiner Freizeit Internetseiten zur Vermittlung von Reisen. Mit den Provisionen bessert er die Haushaltskasse auf. Was liegt da näher, als das Hobby mit dem Karitativem zu verbinden: Der Gewinn aus einem Online-Reisebüro soll die Arbeit der Ärzte unterstützen. Und die passende Domain ist auch noch frei: www.buchen-mit-herz.de.

Benjamin dreht derweil übermütig seine Runden. An die OP erinnert nur noch die Narbe auf seiner Brust. Ein elf Zentimeter langer Strich, Sinnbild für den seidenen Faden, an dem sein kleines Leben einst hing. Doch das war einmal. Jetzt zählt nur noch sein Lachen und Strahlen. Mit beidem hat er schon so manches Herz berührt.

(Abdruck kostenfrei. Belegexemplar erbeten. Bildmaterial unter www.buchen-mit-herz.de)


Presse-Kontakt:

Buchen-mit-Herz.de
Steffen Schäfer
Gisperslebener Str.45
99089 Erfurt
Tel.: 0361- 38 17 083
Funk: 0176-22 65 15 55
info@buchen-mit-herz.de
www.buchen-mit-herz.de




Hinweis: Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.




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