Pro Rauchfrei fordert Rücktritt der DEHOGA-Führung
26. Februar 2007 20:34 Uhr | Pro Rauchfrei e.V.
München - Deutschlands größter Nichtraucherverband PRO RAUCHFREI fordert den sofortigen Rücktritt des Präsidenten des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA, Fischer und seiner Hauptgeschäftsführerin Hartges.
Wie nun die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Bätzing durch eine repräsentative Untersuchung feststellen ließ; verfügen gerade mal 11 % aller Gaststätten über Nichtraucherbereiche. Damit hat der DEHOGA seine Zielvereinbarung vom März 2006 und von Anfang 2007 deutlich verfehlt, wo er in 30% bzw. 60% aller Gaststätten 30 % bzw. 40% seines Platzangebotes für Nichtraucher ausweisen wollte.
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Pro Rauchfrei wirft der DEHOGA-Spitze fortgesetzten Betrug und Demagogie vor. Der Nichtraucherverband hat bereits Anfang 2006 durch eigene Untersuchungen von mehr als 3.200 Gaststätten festgestellt, das der Gaststättenverband lügt, wenn er wie im März 2006 behauptete in 31,5 % aller Gaststätten gäbe es ausreichende Sitzplätze für Nichtraucher.
„Betrug ist, wenn man wissentliche falsche Zahlen in Umlauf bringt, um daraus einen persönlichen Vorteil zu ziehen. Demagogie betreibt man, wenn man von einem Kneipensterben durch ein Rauchverbot spricht, obwohl der DEHOGA weiß, dass in allen Ländern mit einem konsequenten Nichtraucherschutz der Umsatz eher gestiegen als gesunken ist“, so Pro Rauchfrei Vorsitzender Siggi Ermer.
Weiter fordert Ermer die Gaststätten auf, dem DEHOGA den Rücken zu kehren. Schließlich habe der Gaststättenverband durch seine tabakorientierte Politik viele Gastwirte in unnütze Investitionen, wie Belüftungsanlagen und Umbauten getrieben. Die Funktionärskaste der ewig Gestrigen müsse einer fortschrittlichen, dem Nichtraucherschutz zugewandten Führung Platz machen.
Im gleichen Atemzug sagte der Pro Rauchfrei Chef: „Politiker, wie Ministerpräsident Wulff, die noch immer auf Freiwilligkeit in der Gastronomie setzen, müssen sich sofort vom Würgegriff der Tabaklobby befreien und nicht mehr länger ein umfassendes Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen blockieren. Andernfalls sind sie in ihren Ämter nicht mehr tragbar“.
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